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Sitzen im Damensattel


21. November 2007 | Von Astrid | Kategorie: Damensattel, Freizeitreitsport, Pferdesport, Reiten bei Behinderung

Hier geht es um das Sitzen im Damensattel und um das Aufsitzen: Was ist dabei wichtig?

Es gibt eigentlich schon etliche websites, die das Thema “Reiten im Damensattel” ganz allgemein zum Inhalt haben, aber hier behandeln wir das ja in einem anderen Sinnzusammenhang.

Ich wollte mit diesem historischen Sattel nicht wie manch andere zum Standesamt reiten oder einfach dieser alten, elitären Reitweise frönen. – Nein, ich wollte einen Weg finden, überhaupt noch den Reitsport ausüben zu können. Dazu war der Sattel recht, da man darin nicht im Herrensitz sitzen muss. Sondern man sitzt im Seitsitz und beide Beine bleiben auf der linken Seite.

Man sitzt von den Beinen abgesehen, also mit dem Gesäß und dem Oberkörper, nahezu wie im Herrensattel. Es lässt sich aber nicht vermeiden, dass die rechte Hüfte etwas vor der linken steht. Man sitzt auch nicht “im Pferd”, wie mit einem guten Dressursattel, sondern recht weit weg von ihm, auf bzw. über dem Pferd. Es muss umlernen und der Reiter auch. Das Pferd steht dadurch fast zwangsläufig nicht ganz so gut an den Hilfen, wie unter dem Herrensattel. – Je weiter das Pferd dressurmäßig ausgebildet ist, desto leichter fällt die Umstellung.

Das Aufsitzen
Man kann mit diesem Sattel auch nicht einfach vom Boden aus aufsitzen. Auch das ist unangeachtet einer etwaigen Behinderung immer so. Einmal schief gezogen lässt, sich der Sattel zumindest von oben nämlich nicht mehr in die korrekte Position bringen.

Entweder lässt man sich von jemanden hochheben, oder man platziert das Pferd vor einer geeigneten Aufstiegshilfe. Letzteres habe ich gemacht. Da mein Pferd, sich von mir kontrolliert hinlegen lässt, hätte ich auch über das “aufrecht liegende” Pferd aufsitzen können, doch das ist allerhöchstens im Notfall praktikabel.

Sitzen im DamensattelGerade beim Aufsitzen muss das Pferd natürlich ruhig stehen bleiben, bis man sich korrekt positioniert hat. Dies ist natürlich umso wichtiger, je gehandicapter man selbst ist. Bleibt euer Pferd nicht stehen, sitzt man postwendend wieder ab – auch, wenn das für einen selbst anstrengend ist – und wiederholt das Aufsitzen wirklich jedes mal und auch so lange, bis das Pferd stehen bleibt und belohnt es erst dann, auf keinen Fall schon vorher. Sonst verstärkt man das negative Verhalten des Weglaufens.

Ich halte auch nichts davon, dass jemand das Pferd während des Aufsitzens festhält, denn was macht ihr, wenn mal niemand da ist?


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