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Böllerei zu Silvester und Pferdehaltung (Beobachtungen)


30. Dezember 2007 | Von | Kategorie: Mensch und Pferd, Pferdehaltung

In meiner gestrigen Podcast-Episode bin ich schon kurz auf das Thema Knallerei in der Umgebung von Tierhaltungen eingegangen. Ich habe dem aber noch etwas hinzuzufügen.

Wenn zum Beispiel Pferde in der Gruppe gehalten werden, z.B. wie im Laufstall üblich, dann gerät die Herde nicht in Panik, wenn die Knallerei in einiger Ferne beginnt. – Im Gegenteil: Sie stellen sich in ein oder zwei größere Gruppen zusammen und schauen die meiste Zeit über in den Himmel, weil es so schön leuchtet und stehen ansonsten einfach nur rum. Mehr geschieht bei uns nie. Nach ein paar Minuten der Gewöhnung tun sie dann, was sie immer machen.

Diejenigen, die in der Box mit Auslauf bzw. angrenzendem Paddock gehalten werden und etwas sensibler gestrickt sind, regen sich in der Regel nur dann auf, wenn man die Paddockbox schließt und sie nicht sehen können, wo der Lärm herkommt. Also die Paddocktüre lieber offen lassen und statt dessen in der Nähe bleiben, damit man eingreifen kann, wenn Feierlustige zu nah heran kommen. Mehr muss man meistens nicht tun.

Wer sein Pferd trotzdem sedieren will oder meint, dass er das unbedingt muss, sollte das Pferd auf jeden Fall nicht auf Stroh oder mit Futter stehen lassen. Dann kann es zur Schlundverstopfung kommen. (Habe ich selbst schon mal beobachten können.)

Bevorzugt am besten gleich Bachblüten (sog. Rescue-Tropfen) statt chemischer Mittel vom Tierarzt. Dann ist das mit dem Futter auch egal.

Jetzt mache ich mich wieder bei einigen unbeliebt: Ich finde nämlich, wir Tierhalter sollten uns auch ganz selbstkritisch fragen, ob unsere Tiere wirklich sediert werden müssen oder ob in Wahrheit nicht wir selbst Angst davor haben, dass unsere Tiere Angst haben könnten. Also keep cool, würde ich sagen!

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