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Sicherheitsaspekte beim Freizeitreiten


8. Februar 2008 | Von | Kategorie: Freizeitreitsport, Reiten bei Behinderung

Obwohl ich ein überaus gut ausgebildetes, verlässliches und erfahrenes Pferd mein Eigen nennen darf, ist mir Sicherheit beim Reiten bzw. erst recht beim Ausreiten sehr wichtig. Früher war das für mich zweitrangig. – Aber wegen zweier Hüftgelenksprothesen sollte ich nicht vom Pferd fallen. Natürlich ist es auch generell – also auch für Gesunde – immer besser, wenn sich das vermeiden lässt. Trotz aller Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen zu Pferd, bleibt aber immer ein Restrisiko, genau wie im Leben an sich. – “No risk no fun“, würde ich sagen, denn ein bisschen was wollen die meisten Menschen neben den äußeren Zwängen und Alltagspflichten auch noch vom Leben haben.

Mit Reithelm sollte jeder immer reiten. Es lässt sich aber noch einiges mehr tun, wenn besondere Umstände das erfordern:

Zumindest beim Ausreiten hat meine Stute immer eine Westernkandarre im Maul, obwohl sie mir in 15 Jahren noch nie davongeschossen oder gar durchgegangen ist und obwohl ich sonst mit einer normalen Trense in Englischer Reitweise unterwegs bin:

Westernkandare

Es könnte theoretisch irgendwann eine Situation geben, in der das Pferd die Nerven verliert, die Zähne zusammenbeißt und mit fliegenden Fahnen davongaloppiert. Die Wahrscheinlichkeit, das Pferd in so einer Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen, ist mit einer Kandare in jedem Fall höher als mit einer Wassertrense oder gar gebisslos. (Man muss die Kandare ja ansonsten nicht maximal zum Einsatz bringen.)

Mein Dressursattel hat einen recht tiefen Sitzschwerpunkt und er hat jetzt im Gegensatz zu früher einen Anfassriemen dran. An ihm kann man sich notfalls festhalten. Auch das könnte einen Sturz vom Pferd gegebenenfalls verhindern.

Sattelanfassriemen

Außerdem benutze ich noch Sicherheitssteigbügel. Beim Damensattel ist das obligatorisch. Ich habe das für den englischen Sattel übernommen. Der Bügel ist an den Seiten beweglich, so dass man nicht darin hängen bleiben kann. Wer möchte schon von einem panischen Pferd mitgeschleift werden? Was auch nie schaden kann, ist wenn man das (aufgeladenene) Handy mit auf die Ritte nimmt.

Sicherheitssteigbügel

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3 Kommentare
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  1. Hallo Astrid,
    Du schreibst, was ich denke, auch mein Pferd trägt im Gelände ein snaffle with shanks, während er sonst mit doppelt gebrochenem Gebiss geht. Ich mache das eher wegen meiner Psyche, nicht, weil ich glaube, dass es bei ihm nötig ist. Anfassriemen, Sicherheitssteigbügel und Kappe gehören auch dazu.
    Zu einer Sicherheitsweste konnte ich mich noch nicht durchringen, irgendwo (nur wo?) muß auch mal Schluß sein. Wie Du schon sagst, “no risk no fun”.
    Ein kleiner Hinweis noch: das Handy natürlich am Körper tragen, nicht in einer Packtasche am Pferd. Ich habe gesehen, dass es Sättel mit Handy-Tasche gibt. Wir fahren Kutsche, da ist die Versuchung groß, das Handy im Stauraum unterzubringen. Toll nur, wenn man vom Pferd oder von der Gig gefallen ist und das Pferd wenigstens ein Handy dabei hat;-))

  2. Ja, Perta, du hast recht. Die Sicherheitsweste ziehe ich mir auch nicht an. Es stimmt: Irgendwann mussmit dem Sicherheitsgedanken auch wieder Schluss sein! – Übrigens ist es zumindest bei meiner Stute tatsächlich wie vermutet. Sie ist jetzt unterwegs zwei mal etwas heftiger durchgestartet, weil es draußen stürmisch war und sie im Winter sowieso immer recht energiegeladen ist. Einmal hatte ich nur die Trense. Da hab ich nicht viel ausrichten können. Das klappte mit der Kandare sehr viel besser. Damit kann man das Pferd im Hals auch viel besser seitlich abstellen, um es schneller wieder unter Kontrolle zu bringen. Wohlgemerkt spreche ich von einem Pferd mit einem enorm starken Hals. Was die Kraft im Hals betrifft, sind da die meisten Warmblüter nicht unbedingt damit zu vergleichen. (Ich habe früher nur Warmblüter geritten und weiß daher wovon ich spreche.)

  3. Hallo
    Ich Persönlich sehe es genau so “No risk no Fun”.
    Jedoch sollte Schutzkleidung getragen werden, jeh nach einsatz. Der Helm sollte meiner meinung nach immer getragen werden, denn unser kopf ist leider ein wenig anfällig gegen harte stöße ;)
    Wie dem auch sei, ich halte es immer so das ich wie schon oben erwähnt jeh nach Einsatzort die angemessene Schutzkleidung wähle, und wenn ich einen “heißen” Ritt durch unbekanntes Gelände mache fühle ich mich einfach wohler wenn ich geschützt bin.
    Mit freundlichem Gruß, Chris

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