Pferde: Man lernt nie aus
28. März 2008 | Von Astrid | Kategorie: Pferdehaltung
Heute holten wir unser Pferd nach einigen Stunden Aufenthalt von der “Matschkoppel” und stellten eine Schwellung oberhalb der Ganasche im Bereich der Wangenknochen fest.
Die Schwellung unterhalb des linken Ohres ausgehend und nach unten hin zum Halsansatz verlaufend, nicht druckempfindlich und leicht teigig weich, sah aus wie eine ödemartige Schwellung unter der Haut. Die Haflingerstute hatte kein Fieber und war verfressen wie immer. Sie ließ sich (versuchsweise) auch reiten wie immer. – So what?

Das hatte ich in den letzten drei Jahrzehnten meiner Zeit mit den Pferden wirklich noch nie gesehen. Ich stellte mir die typische Frage: “Tierarzt heute gleich holen, oder erst mal bis morgen abwarten?” Da die Stute in gutem Zustand war und das Symptom nach dem Reiten eher schon leicht besser aussah, verzichtete ich erst mal auf den Anruf.
Statt desse recherchierte ich das vorsichtshalber mal im Internet. In zahlreichen Pferde-Communities in diversen Quellen stand immer wieder eine ähnliche Erklärung für diese Erscheinung, in etwa wie diese:
Wenn man manche Pferde auf eine Koppel stellt (wie hier im Bild zu sehen), auf der entweder fast kein Gras mehr wächst oder noch keines und die Pferde dann stundenlang jeden einzelnen Grashalm im “Millimeter-Längebereich” versuchen abzugrasen, dann kann das diese Symptomatik verursachen, die dadurch bedingt ist, dass die Speicheldrüsen anschwellen. Das sei unbedenklich und gewöhnlich schon am nächsten Tag wieder viel besser oder schon ganz weg. Also warten wir mal bis morgen.



Ja, die Schwellung ist heute weg. Die Diagnose hat sich folglich als richtig erwiesen. Glück gehabt!.