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Fragen zur Pferdeerziehung


14. April 2008 | Von | Kategorie: Verhaltensweise

Zwei E-Mails habe ich erhalten zum Thema Pferdeerziehung, zum einen von Valeria und zum anderen von Tobi. Valeria möchte wissen, warum es nicht sinnvoll ist, dass man dem Pferd erlaubt, den Kopf an uns Menschen zu reiben. Sie fände das durchaus in Ordnung.

Dazu ist zu sagen, dass das vielleicht bei kleinen bis mittelgroßen Pferden noch kein Problem sein wird. Aber selbst dann sollten wir immer so souverän auftreten, dass das Pferd weiß, wer – das Pferd oder der Mensch – der (durchaus wohlwollende) Chef ist. Vom sich Scheuern bis zum den Menschen an die Wand drücken ist es auch nur ein kleiner Schritt. Ranghöhere Pferde erlauben es den rangniederen auch nicht, dass sie sich respektlos an ihnen scheuern. Beim Kräftevergleich geht das Pferd immer als Sieger hervor. Daher darf man es gar nicht erst so weit kommen lassen.

Tobi fragt, ob er es billigen muss, wenn das Pferd bei der Kraftfutterfütterung ihm gegenüber die Ohren anlegt oder mit dem Hinterbein aufstampft.

Du musst derartiges Verhalten nicht nur nicht dulden, sondern darfst das keinesfalls. Auch und erst recht nicht bei frisch gelegten ehemaligen Hengsten. Du bringst dich in Gefahr. Dieses Pferd hat offensichtlich NULL Respekt vor dir. Den musst du dir durch dein konsequentes Verhalten erst verdienen. Am besten suchst du dir jemanden, der sich damit auskennt, damit dir gezeigt wird, wie man sich beim Pferd allein durch konsquentes Verhalten dauerhaft Respekt verschafft und sein Vertrauen gewinnt.

  • Ziel muss es sein, dass das Pferd erst frisst, wenn du es an die Krippe lässt und dass es auch während des Fressens einige Schritte zurück macht, ohne zu drohen. Es darf leichte Ungeduld zeigen, mehr aber auch nicht. Den Weg dorthin findest du z.B. über regelmäßige Bodenarbeit (mit der Gerte in der Hand, nicht zum Schlagen natürlich, sondern als wegweisendes Instrument).
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