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Indikatoren für schlechte Pferdeweiden


29. April 2008 | Von | Kategorie: Pferdehaltung

Die nachfolgenden Pflanzen sind Indikatoren für den nicht optimalen Weidegrund für das Pferd.

Das Auftreten einer oder einiger weniger dieser Pflanzen sagt nichts aus. Ihr verbreitetes Wachstum allerdings schon.

Brennessel

Die Brennessel (urtica dioca) auf der Weide zeigt stickstoffgedüngten Boden an und die Notwendigkeit des Mähens. Maßnahmen: Nicht düngen, nur mähen. Die Pflanze wird getrocknet gerne von Pferden gefressen.

Kkreichender Hahnenfuß

Der kriechende Hahnenfuß (ranunculus repens) steht auf feuchten, schweren Böden mit vielen Nährstoffen. Er zeigt Überweidung an. Maßnahmen: Drainieren, Artendichte optimieren, als Mähweide nutzen.

Strahllose Kamille

Die Strahllose Kamille (matricaria chamomilla) zeigt Bodenverdichtung, Überweidung und Trittschäden an. Nachsäen von Grassaat empfehlenwert.

Vogelknöterich

Der Vogelknöterich (polygonum aviculare) zeigt Überweidung und nährstoffreichen Boden an. Maßnahmen: Weidefläche ungenutzt lassen, evtl. nachsäen.

Ackerkratzdistel

Die Ackerkratzdistel (cirsium avense) zeigt eine beschädigte Grasnarbe an.

Jakobskraut (giftig!)

Das giftige Jakobskraut (senecio jacobaea), ein Indikator für lückenhafte Grasnarbe und versäumtes Nachmähen. Pflanze vor der Blüte vollständig entfernen, da die Pflanze nachreift. Weidelücken nachsäen.

Breitwegerich

Der Breitwegerich (plantago major) wächst, wenn die Grasnarbe des nährstoffreichen, feuchten, schweren Bodens schon häufiger zerstört wurde.

Vogelmiere

Die Vogelmiere (stellaria media) tritt auf, wenn der Boden stark verdichtet und überweidet ist. Nachsaat empfehlenswert.

Gänseblümchen

Das Gänseblümchen (bellis perennis) wächst nach Überweidung und nach starker Stickstoffdüngung. Maßnahmen: Nur mähen, nicht düngen, nicht beweiden.

Löwenzahn

Der Löwenzahn (taraxa cum officinale) wächst nach starker Düngung.

Der stumpfblättrige Ampfer

Der stumpfblättrige Ampfer (rumex optusifolius) wächst bei zu viel Dünger und Nässe.

Weißklee

Der Weißklee (trifolium repens) zeigt eine zu frühe und zu lange Beweidung an.
Maßnahmen: Beweidung erst nach der Blüte, evtl. nur als Heuwiese nutzen, nicht nachdüngen.

Weitere Informationen: www.naturschutzbeauftragte.net/wiesen


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