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Buch: “Zen oder die Kunst ein Pferd zu reiten”


8. Mai 2009 | Von | Kategorie: Mensch und Pferd

Humbug oder Mehrwert? Was hat denn das Reiten mit Zen zu tun? Genau das habe ich mich auch gefragt als ich das Buch “Zen oder die Kunst ein Pferd zu reiten: Achtsamkeit, Konzentration, Meditation” in die Hand bekam.

Sowohl das Reiten als auch das Zen ermöglichen dem Menschen, sich selbst zu erkennen. Und bei beiden steht die Harmonie als Ziel im Vordergrund. Der Journalist und Sportreiter Fabian Wolff beschreibt, wie die Rituale des Zen Mensch und Pferd besser miteinander in Verbindung bringen. Das Buch ist für all diejenigen geschrieben, die sich für Harmonie mit dem Pferd interessieren, nicht nur wie vielleicht bisher allein für methodische Reitanweisungen.

Zen bedeutet “Sammlung des Geistes und die Versunkenheit”, in der alle Unterscheidungen wie Ich und Du, Subjekt und Objekt, wahr und unwahr nicht von Bedeutung sind. Der Wesen des Zen ist eine mystische Erfahrung.

Zazen, bedeutet “Sitzen in Versenkung” -- ohne sich von den eigenen Gedanken, Gefühlen, Ideen oder Plänen ablenken zu lassen. Der Meditierende arbeitet vor allem beständig an seinen Fähigkeiten sich ohne Wertung nur auf die Gegenwart zu konzentrieren. Das ist alles andere als einfach und erfordert viel Übung und Geduld. Wenn der Reiter es allmählich besser schafft, seine Konzentration auf den Augenblick und damit ausschließlich auf sich und sein Pferd zu richten, dann wird er mehr Freude haben, es weiter bringen, wesentlich mehr Harmonie mit dem Pferd erleben. Anders als wenn er beim Reiten schon daran denkt, was er vielleicht nach dem Reiten tun möchte, dass er heute Ärger bei der Arbeit hatte usw..

Übrigens -- “Die buddhistischen Lehren sind keine Religion, sondern eine Wissenschaft des Geistes“, so ein Zitat des Dalai Lama. Diese Geisteshaltung dient dem Menschen also auch in allen anderen Lebenslagen nicht nur bei der Reiterei.

Das Buch ist am Besten zu lesen, wenn man sich vorher schon ein wenig mit dem Thema oder den Zielen des (Zen-)Buddhismus beschäftigt hat. Es ist aber keine Bedingung.

Video zu Zen:

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2 Kommentare
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  1. Ich kenne das Buch: In dem Buch erfährt man wirklich keine grundlegenden Dinge, keine wie auch immer gestrickten Erfahrungen oder praktische Reit-Tipps. Beschrieben wird darin nur das Wesen des Zen, eben die schlichte Wirklichkeit mit der Botschaft: “Nichts wird mehr geschehen.”

    Etwa wie in dieser Geschichte: Ein Zen-Schüler geht zu seinem Meister, um endlich das Geheimnis des Zen zu erfahren. Er trägt dem Meister, der ruhig in der Zazenhaltung auf dem Boden sitzt, um Unterweisung. Der weist ihn an, sich ebenfalls in der Zazenhaltung neben ihn zu setzen. Nachdem der Schüler einige Minuten ruhig sitzend neben dem Meister wartet, fängt er an sich zu wundern. Er sieht den Meister fragend an, worauf dieser spricht: “Nichts weiter wird mehr passieren. Das ist alles.”

    So geht es im Zen um dich – um dein Leben, um deine Wirklichkeit. Es geht nicht um Buddha und auch nicht um das von Meister. Zen bietet keine außergewöhnlichen Lehren oder spirituellen Erfahrungen – nur die nackte, grenzenlose Wirklichkeit im Hier und Jetzt in jedem Augenblick – Das gilt auch und gerade für den Umgang mit dem Pferd.

  2. Ich hatte das Buch auch kürzlich in der Hand und fand es klasse. Hinterher sieht man manches anders, die Dinge werden neu beleuchtet. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

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