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Entwurmung im Pferdebestand


2. September 2009 | Von Astrid | Kategorie: Allgemein, Hauptartikel

Entwurmung beim Pferd
Verhältnismäßig viele Pferde teilen sich begrenzte Koppelflächen. Aus diesem Grunde haben Magen-Darm-Parasiten leichtes Spiel. Jeder Befall schmälert die Leistungsfähigkeit des Pferdes und kann sogar lebensbedrohlich werden. Wichtig ist es auch zu erwähnen, dass Hausmittelchen, wie das kiloweise verfüttern von Möhren usw. nicht wirkungsvoll sind. Es muss mit speziellen auf das Pferd abgestimmten Wurmpasten entwurmt werden.

Man entwurmt den gesamten Pferdebestand 3-4 mal im Jahr gemeinsam. Früher hieß es immer, dass man die Box 3 Tage nach der Entwurmung besonders gründlich reinigen und von den Pferdeäpfeln vollständig befreien soll. Normales ordentliches Misten reicht nach Ansicht unserer Tierärzte aber aus, da die dann ausgeschiedenen Parasiten nicht mehr leben.

Auch jetzt nach dem Höhepunkt der Koppelsaison wird bei uns im Stall gerade wieder entwurmt:

Eine Gefährdung durch Darmparasitenbefall für das Pferd entsteht vor allem durch Entzug von Nährstoffen, die von den Wurmlarven verursacht werden, die den Körper besiedeln. Bei massivem Befall kann es auch zu einem Darmverschluss kommen, der lebensbedrohlich ist und operiert werden muss. Für den Besitzer sind die einzig erkennbaren Symptome Durchfall oder auch Koliken.

Mit der Wurmpaste zügig aber ruhig an das Pferd herantreten

Mit der Wurmpaste zügig aber ruhig an das Pferd herantreten

Ein Befall bleibt oft aber auch unerkannt und das Pferd wirkt abgeschlagen, zeigt Leistungsschwäche und hat stumpfes Fell. Besonders Fohlen gedeihen schlecht und entwickeln sich nicht regelrecht.

Das Pferd hat folgende Arten von Darmparasiten:

  • Rundwürmer (Nematoden): fadenförmige Würmer mit kreisrundem Querschnitt. Das sind die Strongyliden, Zwergfadenwürmer, Spulwürmer und Pfriemenschwänze.
  • Bandwürmer (Cestoden):  Sie werden auch als Plattwürmer bezeichnet.
  • Magendasseln: dies sind keine Würmer, sondern Fliegenlarven der sog. Dasselfliege. Die Eier setzen sich meist an den Beinen des Pferdes fest. Das Pferd nimmt diese von dort oral auf. Die Larven der Dasselfliege müssen mit einem speziellen Wirkstoff in der Wurmpaste (zur Zeit des ersten Frosts herum) bekämpft werden.

Häufig wollen die Pferde sich die Paste nicht so einfach oral eingeben lassen und sie riechen den Braten sofort. Da hilft am ehesten eine entschlossene Vorgehensweise ohne viel “Pädagogik” und “Getüddel”, also auch kein langes Anschleichen an das Pferd. Am Besten Normalität ausstrahlen, zügig aber nicht hastig handeln und die Paste  mit dem Applikator in einem Schwung ins Maul drücken und zwar unbedingt von vorne nach ganz hinten eingeben (nicht seitlich) und den Kopf anschschließend kurz hochdrücken, bis das Pferd geschluckt hat.

In einem Rutsch: Rein mit der Paste ins Pferdemaul

In einem Rutsch: Rein mit der Paste ins Pferdemaul

Meine Erfahrung nach über 30 Jahren Entwurmung bei Pferden ist: Sobald ich genau weiß, dass und wie genau ich das Pferd entwurmen will, dann fügt sich auch das Pferd. Das gilt für alle Pferde. Dann kann man sich alle anderen Klimmzüge sparen, um das Pferd zur Einnahme der Paste zu bewegen.

Das Pferd flehmt nach der Wurmkurgabe, weil es eklig schmeckt

Das Pferd flehmt nach der Wurmkurgabe, weil es eklig schmeckt


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3 Kommentare
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  1. Gibt es denn tatsächlich Menschen die denken, dass das Verfüttern einer grösseren Menge Möhren gegen Parasiten hilft?

  2. Ja leider. Wir haben das sogar schon mehrmals mitbekommen, dass Leute denken, das oder ähnliches würde helfen bzw. als Prophylaxe ausreichen.

  3. der “easywormer”nimmt der entwurmung den schrecken. nachschauen unter http://www.easywormer.de , kein stress, für mensch und tier, genial das teil

    lg

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